- Was ist Kopf- und Halskrebs?  
- Wie entsteht Krebs?  
- Was verursacht Krebs im Kopf- und Halsbereich?  
- Kann Kopf- und Halskrebs  geheilt werden?  
- Symptome Kopf- und Halskrebs  
- Überweisung an einen Facharzt  
- Die Diagnose Kopf- und Halskrebs  
- Stadium und Schweregrad der Krebserkrankung  
- Die Behandlung von Kopf- und Halskrebs  
- Nachverfolgungs- untersuchungen  
- Klinische Studien  

Chirurgie

Chirurgie kann angewendet werden, um den Tumor ganz oder teilweise zu entfernen, falls er für die Behandlung mit Radiotherapie zu groß ist. Es ist möglich, dass der behandelnde Arzt chirurgisches Vorgehen vorschlägt, um Lymphknoten im Halsbereich zu entfernen, die nach Radiotherapie des Tumors evt. noch Krebszellen enthalten. Die Lymphknoten gehören zum lymphatischen System des Menschens, das ein Teil der natürlichen Abwehrmechanismen des Menschen gegen Infektionen ist.

Je nach Art des Krebses kann chirurgische Behandlung sehr umfassend sein und manchmal kann sie auch Hauttransplantationen erfordern (mit Benutzung der Haut von anderen Teilen des Körpers). Nach umfassender chirurgischer Behandlung von Kopf- und Halstumoren kann es sein, dass Prothesen (falsche Gesichtsteile) als Ersatz für Teile des Gesichts verwendet werden, die entfernt werden mussten.

Spezifische chirurgische Behandlung des Kehlkopfkrebses

Eine chirurgische Behandlung kann in den folgenden Fällen notwendig werden, um einen Tumor aus Ihrem Kehlkopf zu entfernen:

  1. Der Tumor verhindert die Bewegung der Stimmbänder.
  2. Der Tumor hat Gewebe außerhalb der Stimmbänder befallen
  3. Der Tumor ist ein kleiner Larynx-Tumor, der nicht auf Radiotherapie angesprochen hat
  4. Der Tumor tritt nach einer Radiotherapie wieder auf

Laryngektomie

In Abhängigkeit von der Ausdehnung des Tumors kann es sein, dass entweder der ganze Kehlkopf (Laryngektomie) oder nur ein Teil davon (partielle Laryngektomie) entfernt wird. Bei einer nur teilweisen Laryngektomie wird ein Stimmband belassen, so dass Sie noch in der Lage sind, mit akzeptabler wenn auch heiserer Stimme zu sprechen.

Die Entfernung des Kehlkopfs bedeutet, dass es keine Verbindung zwischen Mundhöhle und Lungen mehr gibt. Der Chirurg macht dann im unteren Halsteil eine Öffnung zur Luftröhre hin (mit Tracheostomie oder Stoma, bezeichnet) durch die man atmen und sprechen kann. Das betrifft nicht die Verbindung zwischen Mundhöhle und Magen, und nach einiger Zeit werden Sie wieder normal trinken und essen können.

Viele Patienten, die eine Tracheostomie haben, machen sich Sorgen um ihr Aussehen. Neben der Unterstützung durch Verwandte und Freunde können Sie in einem solchen Fall auch von professionell im Gesundheitswesen tätigen Personen Hilfe bekommen, insbesondere auch von Selbsthilfegruppen.